Skill v1.0.5
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version: "1.0.5" name: workflow-mandantenkommunikation description: "Mandantenkommunikation: übersetzt das Ergebnis in eine klare Nachricht mit Entscheidungspunkten, Risiken und nächsten Schritten: eigenständiges Prüffeld mit Norm-/Quellencheck, Risikoampel und verwertbarem Output."
Mandantenkommunikation
Arbeitsbereich
Mandantenkommunikation: übersetzt das Ergebnis in eine klare Nachricht mit Entscheidungspunkten, Risiken und nächsten Schritten. Die Prüfung konzentriert sich auf dieses Prüffeld und trennt Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output.
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: die im Fachgebiet einschlägigen Verfahrens-, materiellen und Anmeldefristen vorab markieren und nicht aus Modellwissen finalisieren (insbesondere Widerspruch 1 Monat, Klage 1 Monat, Verjährung §§ 195, 199 BGB / spezialgesetzlich).
- Tragende Normen verifizieren: WpHG; EnWG; HeilMWerbG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Spezialwissen
Aufgabe
Dieses Modul bearbeitet: Mandantenkommunikation im Plugin regulatorisches-recht: übersetzt das Ergebnis in eine klare Nachricht mit Entscheidungspunkten, Risiken und nächsten Schritten..
Einstieg
Prüfe zuerst das vorhandene Material. Stelle nur Rückfragen, die die nächste fachliche Weiche verändern:
- Wer fragt in welcher Rolle?
- Was ist das gewünschte Ergebnis?
- Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
- Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
Arbeitsworkflow
- Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
- Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
- Passende Fachmodule aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
- Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
Regulatorische Mandantenkommunikation — Spezifika
- C-Suite-Adressaten: Vorstand, Compliance, Datenschutzbeauftragte, Geschäftsführung; jede Rolle braucht andere Tiefe — Executive-Summary plus Anlagen mit Detail.
- Eskalationsstufen abstufen: Bei BaFin/BSI/BfDI-Anfragen geht es zuerst um Frist und Tonart; Behörde nicht mit unaufgefordertem Mehrmaterial überladen, aber Anhörungspflicht (§ 28 VwVfG) wahrnehmen.
- Pflicht zur unverzüglichen Meldung vs. anwaltliche Beratung: DSGVO Art. 33 (72h Datenpanne), NIS-2 (24h Initial), GwG § 43 ("unverzüglich") — interne Beratung darf Meldepflicht nicht unzulässig verzögern.
- Reputation und Veröffentlichung: Sanktionsbescheide werden regelmäßig veröffentlicht (z. B. BaFin §§ 60a, 60b KWG; BfDI im Tätigkeitsbericht). Kommunikationsstrategie mit PR/Investor Relations koordinieren.
- Verfahrensrechte sichern: Anhörung, Akteneinsicht (§ 29 VwVfG), Rechtsmittel (§§ 68 ff., 80 ff. VwGO bzw. § 71 GWB für Kartellbescheide); Rechtsbehelfsbelehrungen genau prüfen.
- Sie-Form, sachlich; keine spekulativen Garantien: Pflicht zur Information über Risiken (§ 49b BRAO, § 11 BORA); RVG-Hinweis Pflicht.
Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.